Cherry Lady
- Nicht nur für Engel -

Die Geschichte von Cherry Lady

Mitte der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde auch in der Neubrandenburger Weinkellerei mit der Neuentwicklung von Produkten begonnen. Wie damals üblich, wurde der Materialeinkauf und auch die Produktentwicklung zentral vom Kombinat in Berlin gesteuert.
Weinhaltige Getränke und Winecooler waren in dieser Zeit angesagt und somit schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann auch in Neubrandenburg die ersten Erzeugnisse auf Weinbasis produziert werden.
Ende 1985 wurde eine Rezeptur entwickelt, die von den eingesetzten Rohstoffen einer deutschen Sangria entsprach. Anstelle von Zitrusfrüchten wurde hier mit Sauerkirschen gearbeitet.
So entstand zunächst ungewollt die Mecklenburger Antwort auf das spanische Nationalgetränk.
Eine in der DDR zentral entwickelte Sangria wurde von der Neubrandenburger Kellerei aus Qualitätsgründen nicht übernommen. Schon damals wurde das große Potential der eigenen Gertränkekomposition aus Rotwein und Kirschsaft erkannt.

Unter den damaligen Verhältnissen war das Finden eines geeigneten Produktenamens ein nicht zu unterschätzendes Problem. Warenzeichenrechtliche Konfrontationen mit internationalen Unternehmen sollten aus Kostengründen vermieden werden.
Zum Glück gab es damals ein bekanntes Pop-Duo, welches mit einem seiner Ohrwürmer aus dem Jahr 1985 indirekt Pate stand.

So konnten Mitte 1986 die ersten „Cherry Lady“ Etiketten entwickelt und nach den üblichen langwierigen Querelen gedruckt werden. Nach einer Probeproduktion und erfolgreichen Markttests wurden 1988 bereits 400.000 Flaschen zu 12,- DDR - Mark verkauft. Im Folgejahr wurden bereits mehr als 1 Million Flaschen von Kap Arkona bis zum Fichtelberg umgesetzt.

Mit der politischen und wirtschaftlichen Wende brach für viele ostdeutsche Produkte eine Durststrecke an. Der Umsatz von „Cherry Lady“ ging 1990 auf unter 60.000 Flaschen zurück und erreichte erst 1994 wieder die Hunderttausender Marke.

Ende der 90er-Jahre wurde in der Neubrandenburger Torkellerei „Cherry Lady“ ausschließlich für den Export nach Osteuropa und Asien produziert.

Erst 2001 gab es seitens der Rethra Kellerei wieder ernste Bestrebungen um „Cherry Lady“ zumindest in Mecklenburg wieder am Markt zu etablieren.

Schützenhilfe kam auf der „Internationalen Grünen Woche 2003 durch D-Rolf, der das Produkt erstmals ins Fernsehen brachte. Im Frühjahr des gleichen Jahres wurde im Regionalfernsehen die Wahl der „Miss Cherry Lady“ ausgerufen.
Stefanie Hofert aus Neustrelitz gewann den Wettbewerb und fuhr als Siegerin nach Mallorca um den Spaniern die „Mecklenburger Antwort auf die spanische Sangria“ vorzustellen.

Obwohl der Markt bei weinhaltigen Getränken hart umkämpft ist, konnte „Cherry Lady“ weiterhin Jahr für Jahr im Umsatz zulegen.
Mittlerweile werden wieder über 1 Mio. Flaschen jährlich verkauft. In den östlichen Bundesländern ist das Produkt bei verschiedenen Handelsunternehmen gelistet und so immer flächendeckend zu haben. Bundesweite Aktionen finden zunehmend positive Resonanz.

Um die Qualität des Erzeugnisses von Fachleuten bestätigt zu wissen, wurde das weinhaltige Getränk zusammen weiteren Produkten zum Internationalen Spirituosen Wettbewerb nach Neustadt an der Weinstraße eingeschickt.
„Mehr als 600 Produkte internationaler Hersteller nahmen am 2008er Wettbewerb teil.“ ( MUNDUS Vini - Internationale Weinakademie )

Die über 20 – köpfige Jury erkannten der „Cherry Lady“ und auch dem 2008 entwickelten Bio-Sanddornlikör „Saint Doorn“ eine Silbermedaille zu.

„Uns freut am meisten, dass „Cherry Lady“ diese schöne und wichtige Auszeichnung erhalten hat. Ein Produkt, das vor fast 25 Jahren in Neubrandenburg entwickelt wurde und noch heute nach der ursprünglichen Rezeptur hergestellt wird, hat nicht nur die Verbraucher sondern auch die Experten überzeugt.“ wurde in der Pressemitteilung seitens der Rethra Kellerei festgestellt.

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